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S-E-E.ch®-Tool - das Werkzeug zur Operationalisierung

Für die Bewertung einzelner Aspekte existieren bereits separat einsetzbare Werkzeuge. Aber bislang gab es keinen methodisch durch­gängigen Ansatz zur ganzheitlichen Bewertung, welcher obige Kriterien erfüllt. Um diese Lücke zu verkleinern, wurde das S-E-E.ch®- Tool entwickelt. Dabei standen die folgenden Anforderungen im Vordergrund:

-     ganzheitliche Verknüpfung von Ökonomie, Ökologie und Sozial-Gesellschaftlichem

-     dynamische Berechnung von Szenarien

-     Effizienz durch Zurückgreifen auf bestehende Daten und Analyseverfahren

-     die Möglichkeit grosse Datenmengen zu verarbeiten.

 

Diese Vorgehensweise erlaubt es dem Benutzer sowohl bestehende Systeme zu analysieren als auch in Planung befindliche Prozesse auf deren Nachhaltigkeit zu untersuchen. Dazu wird die aktuelle Position bestimmt, daraus werden Schwachstellen und Optimierungspotenziale ermittelt und anschliessend mögliche Massnahmen erarbeitet. Die Bewertung der Massnahmen erfolgt durch die Modellierung der Auswirkungen auf die verschiedenen Aspekte. Mit solchen Zukunftsszenarien lassen sich Konsequenzen von Entscheiden vor ihrer Umsetzung in die Praxis überprüfen und es kann festgestellt werden, ob die Massnahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung führen.

 

Kenngrössen (Indikatoren)

Ein Indikator ist eine messbare Grösse, welche den Zustand bezüglich eines Aspektes charakterisiert. Er soll folgende Anforderungen erfüllen:

-     aussagekräftig für den Ist- wie auch für einen zukünftigen Zustand sein

-     transparent durch die Darstellung mit einem aus Messgrössen nach­vollzieh­bar abgeleiteten Wert

-     eine überprüfbare Aussage über eine der drei Nachhaltigkeitsdimensionen des untersuchten Systems erlauben

-     Entwicklungen erkennen lassen, indem sich mit Zeitreihen Fortschritte (gegebenenfalls auch Rückschritte) in der Ausrichtung hin zur Nachhaltigen Entwicklung darstellen lassen

-     kommunikativ durch die Darstellung mit einem Zahlenwert (mitsamt Einheit) soweit dies möglich ist.

 

Während es in den ökonomischen und ökologischen Dimensionen gute Indikatorensysteme gibt, existieren nur beschränkt geeignete Indikatorensysteme für Bereiche, welche die sozial-gesellschaftliche Dimension beschreiben. Daher wurden für diese Aspekte Indikatoren zusätzlich erarbeitet.

 Im Hinblick auf die Kommunikation mit den verschiedenen Ansprechgruppen werden diese in zwei Detail­lierungsstufen erarbeitet. In einer ersten Stufe werden so genannte primäre Indikatoren formuliert, aus denen, mittels eines geeigneten Interpretationsmoduls in einer zweiten Stufe so genannte sekundäre Indikatoren hergeleitet werden.

 

Primäre Indikatoren

Primäre Indikatoren sind Kenngrössen, die direkt und unmittelbar mit den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Sozial-Gesellschaftliches der Nachhaltigen Entwicklung verknüpft sind. Sie basieren so weit möglich auf objektiven und wissenschaftlichen Zusammenhängen.

Im ökologischen Bereich werden Indikatoren verwendet, welche sich an einer in den Niederlanden entwickelten, wirkungsorientierten Methode1 orientieren. Als Basis werden dabei Stoff- und Energieflussanalysen (Sachbilanz) verwendet. Im ökonomischen Bereich handelt es sich dabei um Kenngrössen aus der Buchhaltung oder der Volkwirtschaft.

 Eine Auswahl der möglichen primären Kenngrössen zeigt die folgende Tabelle auf der nächsten Seite.

Die Gesamtheit der Primärindikatoren wird verwendet, um dynamische Untersuchungen am System durchführen zu können und konsequente Aussagen darüber machen zu können, wie sich diese bei veränderten Bedingungen verhalten.

Auswahl von möglichen Primärindikatoren

 

Sekundäre Indikatoren

Die primären Indikatoren erfüllen die Anforderungen nach Nachvollziehbarkeit, Transparenz und Wissenschaftlichkeit, jedoch sind sie auf Grund der Vielzahl nur beschränkt als Entscheidungsbasis und für die Kommunikation geeignet.

Aus diesem Grunde muss aus der Vielzahl der Indikatoren eine Auswahl getroffen werden. Diese Auswahl erfolgt aufgrund der Aktualität in der öffentlichen Diskussion auf Grund des aktuellen Wissenstandes und unter Berücksichtigung der Aussagekraft für das untersuchte System.

Weiter werden aus den Primärindikatoren Kenngrössen abgeleitet, welche die Auswirkungen verschiedener Dimensionen zusammenfassen und damit indirekt mit den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Sozial-Gesellschaftliches der Nachhaltigen Entwicklung verknüpft sind. Diese sekundären Indikatoren müssen aussagekräftig und damit als Entscheidungsbasis geeignet sein.

Die folgende Tabelle zeigt mögliche Indikatoren:

 

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Stand: 11.08.05